Jürgen Wirtgen Stiftung und Stefan Wirtgen Stiftung
Feierliche Eröffnung des „Schöppchen 2.0“ – Ein Ort der Begegnung und Unterstützung in Neuwied.
Bei Sonnenschein wurde am Freitag, den 6. März 2026 ein bedeutender Meilenstein in der Bekämpfung der Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Neuwied feierlich erreicht – das „Schöppchen 2.0“ wurde eröffnet. Mit diesem neuen Gebäude ist ein Ort entstanden, der weit mehr ist als eine Anlaufstelle – er ist ein Raum der Begegnung, der Unterstützung und der Perspektiven.
Die Wirtgen Stiftungen engagieren sich seit fünf Jahren in diesem Bereich und erweitern mit dem Neubau des ehrenamtlich betriebenen Tagesaufenthalts das Angebot für Betroffene in Ergänzung zu ihrem Ansatz des „Housing First“.
Das Gebäude wurde von den Wirtgen Stiftungen errichtet und finanziert, betrieben wird die Einrichtung, die Platz für bis zu 60 Bedürftige bietet, künftig durch die Caritas. Die Koordination der zehn ehrenamtlichen Helfer übernimmt nun zukünftig eine hauptamtliche Mitarbeiterin der Caritas.
Ein besonderer Dank gilt Peter Jung, stellvertretend für alle Beteiligten der Stadtverwaltung Neuwied, die neben „Housing First“ auch das Projekt von Beginn an unterstützt haben.
Der wahre Dank und Respekt gilt vor allem den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Den Menschen, die sich tagtäglich für obdach- und wohnungslose Menschen einsetzen, ob es einkaufen, kochen, waschen oder einfach zuhören ist. Sie sind das Fundament dieser Arbeit. Ohne deren Engagement, gäbe es dieses Hilfsangebot nicht.
Drei Jahre von der Idee bis zur Eröffnung
Vom ersten Gespräch bis zur feierlichen Eröffnung vergingen rund drei Jahre intensiver Planung, Abstimmung und Vorbereitung. Der offizielle Spatenstich erfolgte am 24. April 2025. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte das Gebäude bereits nach knapp zehn Monaten Bauzeit fertiggestellt werden – ein gelungenes Beispiel für effiziente Projektumsetzung.
Ein Gebäude, das auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten ist
Das „Schöppchen 2.0“ wurde bewusst modern, multifunktional und bedarfsgerecht konzipiert. Ziel war es, eine Umgebung zu schaffen, die sowohl praktische Hilfe ermöglicht als auch Raum für Beratung, Begegnung und Stabilisierung bietet.
Der neue Tagesaufenthalt verfügt unter anderem über:
• einen großzügigen Speisesaal mit Platz für bis zu 50 Besucher
• eine moderne Küche mit separatem Spül- und Lagerbereich für Lebensmittel
• drei Duschen und drei Toiletten, um grundlegende hygienische Bedürfnisse zu ermöglichen
• jeweils zwei Waschmaschinen und Trockner
• mehrere Lagerräume, um Spenden entsprechend annehmen zu können
• drei Besprechungsräume für Beratung, Gespräche und Gruppentherapien
• einen Arbeitsraum für Klienten, der insbesondere für digitale Prozesse und Behördenangelegenheiten genutzt werden kann
• einen Arzt Raum für eine niederschwellige medizinische Unterstützung
• einen Personalraum für das Betreuungsteam
Ein Highlight ist auch der locker gestaltete Innenhof, der den Besucherinnen und Besuchern zusätzlich einen geschützten Außenbereich bietet – ein Ort zum Durchatmen, Austauschen und Verweilen.
Nachhaltige Hilfe statt kurzfristiger Unterstützung
Die Motivation des Engagements der Wirtgen Stiftungen - nachhaltige Strukturen zu schaffen, die die Lebenssituation von obdach- und wohnungslosen Menschen dauerhaft verbessern. Während eine spontane Geldspende an einen obdachlosen Menschen in der Stadt oftmals – wenn überhaupt – nur einen sehr kurzfristigen Effekt hat, setzt „Schöppchen 2.0“ und „Housing First“ bewusst auf dauerhafte Unterstützung, professionelle Betreuung und verlässliche Angebote.
Im Schöppchen 2.0 finden Menschen nicht nur einen warmen Aufenthaltsort und eine Mahlzeit, sondern auch Zugang zu Beratung, medizinischer Unterstützung, Hygieneangeboten und Hilfe bei administrativen oder digitalen Anliegen.
Ein neues Niveau für soziale Unterstützung in Neuwied
Mit dem Neubau wird das bestehende Angebot sowohl qualitativ als auch quantitativ auf ein neues Niveau gehoben. Die modernen Räumlichkeiten ermöglichen mehr Kapazität, bessere Betreuung und eine deutlich breitere Palette an Unterstützungsangeboten für die Besucherinnen und Besucher.
Ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung
Mit „Schöppchen 2.0“ setzen die Wirtgen Stiftungen gemeinsam mit der Caritas und der Stadt Neuwied ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Verantwortung. Die neue Einrichtung bietet obdach- und wohnungslosen Menschen nicht nur praktische Unterstützung im Alltag, sondern auch einen Ort der Würde, des Respekts und der Perspektive.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Stiftungen, Wohlfahrtsverbände und kommunale Partner gemeinsam handeln – zum Wohl der Menschen vor Ort.
„Schöppchen 2.0“ ist damit nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort der Hoffnung, der Stabilität und neuer Chancen.