Mit Nadel und Faden gegen die Armut

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Mit Nadel und Faden gegen die Armut

Das Jahr 2021 wurden von den vereinten Nationen zum Internationalen Jahr zur Abschaffung der Kinderarbeit erklärt. Doch der Kampf gegen solch ausbeuterische Arbeitsverhältnisse ist nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie wieder schwieriger geworden. Bereits im letzten Jahr gaben die Zahlen Anlass zur Sorge, waren sie doch erstmal seit Jahren wieder angestiegen. Laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und UNICEF sind weltweit 160 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen – das ist jedes zehnte Kind.

Bereits seit 1983 setzt sich unsere Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. für die Chancen benachteiligter Mädchen und Jungen ein. Eines unserer über 50 Hilfsprojekte richtet sich gegen Kinderarbeit im indischen Rentachintalla. Dabei verfolgen wir einen nachhaltigen und ganzheitlichen Ansatz. Auf der einen Seite schaffen wir mit dem Zugang zu Schulunterricht und Ausbildung langfristige Perspektiven für die betroffenen Kinder und Jugendlichen. Auf der anderen Seite gilt es, die Lebensbedingungen der Familien auch kurzfristig zu verbessern, damit Eltern nicht auf die Arbeitskraft ihrer Töchter und Söhne angewiesen sind.

Um den Teufelskreis aus Armut und Kinderarbeit zu durchbrechen, müssen vor allem die Mütter gestärkt werden. Die Benachteiligung von Frauen gehört in Indien auch heute noch zum Alltag. So ist es beispielsweise keine Ausnahme, dass Frauen nur als Hilfskraft für den Ehemann angestellt werden und keinen eigenen Arbeitsvertrag erhalten. Ihre Arbeit wird dementsprechend schlecht bezahlt. Ist das Familieneinkommen niedrig, können die Kinder nicht zur Schule gehen und müssen stattdessen arbeiten, um das Überleben der Familien zu sichern.

Gerade aktuell hat wieder eine Gruppe von Frauen einen Intensivkurs „Nähen“ abgeschlossen. In einem von Wirtgen Invest erbauten Ausbildungszentrum wurden die Frauen nicht nur in dem Handwerk selbst unterrichtet, sondern erlernten wichtige Kompetenzen für ihre berufliche Selbstständigkeit. Nach Abschluss des Nähkurses erhielten die Teilnehmerinnen als Starthilfe ihre eigene Nähmaschine und einen Grundstock an Materialien und Stoffen, damit sie ihre Familien zukünftig finanziell absichern können.

Um langfristige Projekte wie dieses umzusetzen und aufrecht zu erhalten, sind wir dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Bitte helfen Sie uns durch eine Patenschaft oder durch Spenden für unsere Projektarbeit.

Der Familie Wirtgen danken wir an dieser Stelle, dass sie auch im letzten Jahr wieder alle angefallenen Verwaltungskosten der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ übernommen hat.

Gisela Wirtgen + Team der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V.

Bereits seit 1983 setzt sich unsere Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. für die Chancen benachteiligter Mädchen und Jungen ein. Eines unserer über 50 Hilfsprojekte richtet sich gegen Kinderarbeit im indischen Rentachintalla.