Lichtblick in der Corona-Krise

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Lichtblick in der Corona-Krise

Die Welt befindet sich derzeit in einem Ausnahmezustand.
Sowohl Covid-19 selbst, als auch die verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, haben massive gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen. Wie so häufig trifft das vor allem die Menschen, die ohnehin schon am Rande der Gesellschaft leben.

Unsere Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. sieht durch die Corona-Pandemie vor allem die Fortschritte der Armutsbekämpfung massiv gefährdet. In weltweit über 50 Hilfsprojekten set-zen wir uns seit 36 Jahren für Bildung, Gesundheit und Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmsten Menschen ein.

Zu Beginn der Pandemie haben die Regierungen in unseren Projektländern Indien, Brasilien und Philippinen strikte Lockdowns verhängt. Das hatte besonders weitreichende Folgen für die Beschäftigten im informellen Sektor. Wanderarbeiter, Tagelöhner und Hausangestellte haben von einem auf den anderen Tag ihr Einkommen verloren. Ohne soziale Sicherungsnetze war diese Situation existenzbedrohend. Die Staaten haben zwar Hilfsprogramme aufgelegt, doch die Ärmsten erreichten die Maßnahmen oft spät oder gar nicht. Neben der gesundheitlichen Bedrohung durch Covid-19 war und ist Hunger das vorrangigste Problem für diese Menschen.

Nicht zu vergessen die Kinder. Wenn Eltern ihre Jobs verlieren und Schulen geschlossen wer-den, sind jungen Menschen einem erhöhten Risiko von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Auch heute, über ein halbes Jahr nach Ausbruch der Pandemie, sind unzählige Mädchen und Jungen von Schulschließungen, dem Ausbleiben der Schulspeisungen, dem Wegfall der Tagesbetreuung und fehlenden sozialen Kontakten betroffen.

Hier zahlt sich die auf Langfristigkeit angelegte Projektarbeit der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ in den entsprechenden Hilfsmaßnahmen aus. Dank zuverlässiger und engagierter Projektpartner vor Ort wurden in den zurückliegenden Monaten Wege gefunden, die betroffenen Kinder und Familien mit Lebensmitteln zu versorgen. Auch die Bildungsarbeit konnte nach und nach wieder aufgenommen werden – wenn auch nicht in Form von Präsenzunterricht. Diese alternativen Lernangebote sind ein wichtiger Schritt, damit die Schwächsten nicht völlig die Chance auf Bildung verlieren.

Trotz aller Corona-Einschränkungen ist es „Kinder in Not“ auch gelungen, mehrere Bauprojekte voranzutreiben. Die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte für Slumkinder in der philippinischen Metropolregion Cebu konnte abgeschlossen werden. Sie ist ausgelegt auf die Betreuung von 120 Mädchen und Jungen. Sie stammen aus den umliegenden Slums und leben dort unter katastrophalen Lebensumständen. Durch eine solide Vorschulerziehung wird in der neuen Einrichtung für sie der Grundstein für den erfolgreichen Schulbesuch gelegt. Ein weiteres finanziertes Projekt ist der Bau und die Einrichtung eines Berufsschulzentrums im indischen Bundesstaat Andrah Pradesh, der voraussichtlich im Januar 2021 abgeschlossen wird. Dort werden zukünftig Ausbildungskurse im Bereich Handwerk, medizinische Labortechnik und EDV angeboten. Sie dienen zur Sicherung einer Existenzgrundlage für Mädchen und Jungen aus mittellosen Familien, alleinerziehende Mütter und Menschen mit Beeinträchtigungen.

Neben den beiden Bauprojekten hat die Familie Wirtgen auch in diesem Jahr wieder alle anfallenden Verwaltungskosten der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. übernommen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Bei unserer Projektarbeit für die Ärmsten der Armen sind wir dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Helfen auch Sie!

Gisela Wirtgen + Team der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V.

Unsere Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. sieht durch die Corona-Pandemie vor allem die Fortschritte der Armutsbekämpfung massiv gefährdet. In weltweit über 50 Hilfsprojekten set-zen wir uns seit 36 Jahren für Bildung, Gesundheit und Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmsten Menschen ein.